Die zweite Jahreshälfte verlangt noch einiges ab

17.08.2022

Nicht nur der Sommer 2022 war heiss. Auch die drohende Energieknappheit ist ein heisses Eisen und gehört zu einem der meistdiskutierten Themen in der Politik.

Sie beschäftigt unsere Wirtschaft und Gesellschaft stark. Seit mehreren Jahren wird schon davor gewarnt. Aufgrund mehrerer Faktoren scheint die Energiekrise kaum noch vermeidbar zu sein. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) hat deshalb ein Szenario mit vier Massnahmen für den Fall einer Strommangellage ausgearbeitet. Nötige Vorbereitungen und Vorkehrungen zu treffen ist jetzt für Unternehmen und private Haushalte unerlässlich. Der SFF organisiert zu diesem Zweck mit Experten der Energie-Agentur der Wirtschaft (EnAW) ein Webinar (siehe Seite 6).

Positives aus dem Ausland
Ein anderes gegenwärtiges Thema sind «täuschende» Bezeichnungen auf Lebensmittelverpackungen. Im Moment boomen vegane und vegetarische Fleischersatzprodukte in den Einkaufsregalen. Diese enthalten oft Wörter wie «Burger», «Nuggets» oder «Wurst», was für die Konsumenten verwirrend oder gar täuschend ist. Um mehr Transparenz zu schaffen und die Konsumenten vor missverständlichen Bezeichnungen auf vegetarischen und veganen Lebensmittelverpackungen zu schützen, hat Frankreich ein neues Gesetz verabschiedet (siehe Seite 6).

Das Lebensmittel Fleisch wird oft verpönt und verteufelt. Produkte aus pflanzlichen Eiweissen werden als nachhaltig und gesund angepriesen. Fleischersatzprodukte aus beispielsweise Tofu, Seitan oder Erbsen liegen voll im Trend, denn diese beinhalten genauso viel Eiweiss wie Fleisch, und unverarbeitet enthalten sie kaum Fett und keine Harnsäure. Bei der Eiweissgewinnung werden jedoch die gesunden Inhalte, wie Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe, aus den Sojabohnen und Weizenkörnern herausgelöst. Um den fehlenden Geschmack oder dem Produkt den fehlenden «Biss» zu verleihen, greifen Hersteller häufig auf viel Zucker, Fett, Salz und weitere bedenkliche Zusatzstoffe zurück. Zudem ist beim Verzehr von Sojaprodukten bei Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten Vorsicht geboten. Personen, die eine Glutenunverträglichkeit haben, vertragen auch kein Seitan, denn hierbei handelt es sich um Weizeneiweiss (Gluten) mit fleischähnlicher Konsistenz. «Grüne» Produkte sind offensichtlich nicht automatisch gesünder. Umso wichtiger ist es, diese Lebensmittel klar von Fleisch und tierischen Erzeugnissen abzugrenzen. Nur so wird sichergestellt, dass keine Mogelpackungen in unseren Einkaufstaschen landen.

Diana Suter
Redaktorin

 
 
 
 
 

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