Läden und Gastro im extremen Spannungsfeld

01.04.2020

Mittlerweile hält das Coronavirus die ganze Welt wie seit langem nichts mehr in Atem.

Auch unser Land sieht sich mit Fragen konfrontiert, die wohl
die allermeisten bis vor kurzem kaum für möglich gehalten hätten. Mit wenigen Ausnahmen – darunter auch die Metzgerschaft mit ihrem essenziellen Auftrag der Lebensmittelversorgung – ist ein grosser Teil der Weltwirtschaft massiv ins Stocken geraten bzw. vorübergehend gar zum Erliegen gekommen. In einer solchen Ausnahmesituation ist Vater Staat besonders gefragt, indem er die gesamte Wirtschaft, d. h. vom KMU bis zum Industriebetrieb, so mit geeigneten Massnahmen wie Kurzarbeit, Über­brückungskrediten bzw. Ausfallentschädigungen unterstützt, dass diese die Krise auch zu stemmen vermögen. Im Bewusstsein, dass mit dem noch nicht absehbaren Abklingen der Covid-19-Infektionen viele Schwierigkeiten erst noch anstehen und sich ein massiver Nachholbedarf auftürmen wird, gilt es nun, ohne Wenn und Aber dem Bundesrat und dessen Massnahmen auf nationaler Ebene uneingeschränkt den Rücken zu stärken. Unverständlich wird es dagegen, wenn einzelne Kantone vorpreschen und der Bund diese dann wieder zurückzupfeifen hat.Der Fleischsektor selber ist von der aktuellen Krisensituation extrem unterschiedlich betroffen: Viele Metzgereien generieren in ihren Läden – unter zwingender Einhaltung der vom Bund verordneten Hygiene- und Abstandsregeln – derzeit sehr gute Umsätze. Diese sind vielerorts auf eine Rückbesinnung auf das lokale Handwerk, aber auch auf den weggebrochenen Einkaufstourismus zurückzuführen; beides positive Entwicklungen, die hoffentlich über die aktuelle Krise hinaus andauern. Mit dem Schliessen durch den Bundesrat von Restaurants, Bars und Wochenmärkten sowie den Wegfall des Caterings sind hingegen die Umsätze im Ausserhausverpflegungskanal massivst eingebrochen, was bereits auch zu Problemen beim Absatz derjenigen Teilstücke führt, die bislang vor allem in der Gastronomie nachgefragt wurden. All die nun auftretenden Herausforderungen bedingen auch seitens des SFF vollen Einsatz, um Ihnen, geschätzte Mitglieder, die wesentlichen Informationen zeitnah und auf direktem Weg zukommen zu lassen und uns an geeigneter Stelle konkret für unsere, Ihre Anliegen einzusetzen!

Ruedi Hadorn, SFF-Direktor

 
 
 
 
Elias Welti, Leiter Kommunikation und stv. Direktor SFF
 
 
 
 
 

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