Cyberattacken – es kann jeden treffen!

09.06.2021

Mit der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft halten nebst all den Vorzügen leider vermehrt auch die damit verbundenen Nachteile Einzug in unseren Alltag.

In letzter Zeit rücken dabei speziell Cyberangriffe internationaler Hackergruppen immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Diese oft hochprofessionell organisierten Banden hebeln dabei nicht selten über die Verschlüsselung von Daten und teils auch von Back-ups gewichtige Infrastrukturen aus. Dadurch beeinträchtigen bzw. verunmöglichen sie gar die Funktionsweise der angegriffenen Unternehmen. Oft werden solche Angriffe von konkreten Erpressungsforderungen begleitet, deren Erfüllung wahrlich ein zweischnei­diges Schwert darstellt: Einerseits kann der ent­standene Schaden mit der Begleichung der Forderung – meist im Bereich von wenigen tausend Franken – zwar in vergleichbar engen Grenzen gehalten werden, andererseits jedoch wird dadurch ein zusätzlicher Anreiz für die anonymen Hacker zur Fortsetzung ihrer kriminellen Aktivitäten geschaffen. Dass nebst anderen ver­sorgungsrelevanten Bereichen auch die Fleischbranche vor solchen Attacken nicht gefeit ist, zeigt das aktuelle Beispiel eines Hackerangriffs auf den weltgrössten Fleischkonzern JBS. Dabei wurden grosse Teile von dessen Produktion in Nordamerika und Australien lahmgelegt. Gerade die Tatsache, dass derartige Angriffe über die Landesgrenzen hinweg leider heute auch in der Schweiz schon Realität sind und Unternehmen, Behörden und gewichtige Infrastrukturen auch hier­-zulande in deren Kern treffen können, mahnt zu spezieller Vorsicht und zu besonderen Vorkehrungen. Hierzu zählen professionelle Datensicherungs­systeme, aber auch Schutzmassnahmen wie z. B. Firewalls, der Abschluss einer entsprechenden Versicherung, die Sensibilisierung des Personals, aber auch weitere vorbeugende Schritte. Vonseiten des Bundes bietet dazu das Nationale Zentrum für Cybersicherheit unter www.ncsc.ch wertvolle Hilfe-stellungen. Schlussendlich kommt aber kein Unternehmen darum herum, die Thematik der Cyber­sicherheit bzw. den Schutz der einzelnen Systeme im Betrieb vor Hackern mit seinem jeweiligen IT-Dienstleister zu analysieren, die notwendigen Mass-nahmen daraus abzuleiten und diese dann auch umzusetzen – je früher, desto besser, und zwar für einen selber wie auch für das ganze Unternehmen!

Ivo Bischofberger, Präsident
Ruedi Hadorn, Direktor

 
 
 
 
 

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